Beendet das Katzenelend!

Wie kann man dieses Leid verhindern?

Die Lösung: Das Paderborner Modell!


Das Katzenelend kann nur eingedämmt werden, wenn Katzenbesitzer verpflichtet werden, ihre frei laufenden Tiere kastrieren und kennzeichnen zu lassen. Es gibt keinen anderen Weg, dieses Problem zu lösen.


Unsere Forderung für alle Hauskatzen mit Freigang:


--> eine Kastrationspflicht zur Eindämmung der unkontrollierten Vermehrung von Streunern

--> eine Kennzeichnungspflicht zur eindeutigen Zuordnung von Fundtieren und

--> eine Registrierungspflicht, um entlaufene Tiere wieder nach Hause zurückzubringen, und ggf. Verstöße gegen die Verordnung ahnden zu können.
 

Nach einem Stadtratsbeschluss erließ die Paderborner Ordnungsbehörde 2008 als erste in Deutschland eine Verordnung zur Eindämmung des Katzenelends. 

„§5 Tiere (4) Katzenhalter/innen, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, haben diese zuvor von einem Tierarzt kastrieren und mittels Tätowierung oder Mikrochip kennzeichnen und im Anschluss registrieren zu lassen. Dies gilt nicht für weniger als 5 Monate alte Katzen. Als Katzenhalter/in im vorstehenden Sinne gilt auch, wer freilaufenden Katzen regelmäßig Futter zur Verfügung stellt.“ 

Durch den Erlass der Verordnung und die damit einhergehende Aufklärungskampagne stiegen die Kastrationszahlen deutlich an und die Population unversorgter Katzen nahm im Gegenzug deutlich ab. 

Die Stadt Paderborn sowie auch viele andere Kommunen, die diesem Beispiel inzwischen gefolgt sind, zieht / ziehen ein durchweg positives Resümee.


Unsere Nachbarn:

Landesweite Umsetzung in Österreich (2005) und Belgien (2014): Bei der Nichteinhaltung der Kastrationspflicht drohen Geldstrafen von bis zu 3.750 Euro.


Kostenlose Tierregistrierung:

Im Zusammenhang mit der Kastrations- und Kennzeichnungspflicht fordern wir eine Registrierungspflicht von Freigängerkatzen.

Jedes Jahr verschwinden viele Haustiere auf unerklärliche Weise. Viele dieser Tiere könnten zu ihren Besitzern zurückgebracht werden, wenn sie gekennzeichnet und registriert wären.

Die Registrierung ist bei der Tierregistrierungszentrale TASSO und dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes (Findefix) kostenlos!

Geht ein Tier verloren und wird gefunden, kann der Besitzer anhand der gechipten oder tätowierten Nummer vom Tierarzt oder den Registrierungsstellen ausfindig gemacht werden.

TASSO 2018: Über 6,3 Millionen Tierhalter sind mit über 8,7 Millionen Tiere im Haustierzentralregister registriert. Etwa 62.500 Tiere vermittelt TASSO jährlich an ihre glücklichen Halter zurück.


Die Tierschützer entlasten die Kommunen:


Die Tierschutzarbeit wird weiterhin von den regional tätigen Tierschutzvereinen geleistet.

Die Kosten der Unfruchtbarmachung (ca. 100 Euro) und Kennzeichnung (ca. 25 Euro), die Registrierung bleibt kostenfrei, trägt die Haltungsperson.

Die Verfahrensweise bei Fundtieren bleibt unverändert.

Durch die Registrierungspflicht steigen jedoch die Aussichten, die Fundkatzen innerhalb kürzester Zeit wieder an ihre Besitzer zurückgeben zu können. 

Die Chancen auf eine Kostenerstattung durch die Besitzer verbessern sich deutlich.   


Wieviel Sinn macht eine auf einzelne Hotspots bezogene Kastrationspflicht?

Katzen legen pro Woche bis zu 38 Kilometer zurück – und entfernen sich von ihrem Kratzbaum bis zu fünf Kilometer.

Die von der Stadt Worms gewählte Lösung einer engen räumlichen Begrenzung der Kastrationspflicht erscheint aus zoologischer Sicht unsinnig. Katzen halten sich nicht an derartige Gebietsgrenzen. Selbst Großstädte wie Köln haben die Problemtik erkannt und eine stadtweite Verordnung erlassen.