Beendet das Katzenelend!

Statistisch geht man derzeit von 14,8 Millionen Hauskatzen in Deutschland aus.


Hinzu kommen ca. 2 Millionen unversorgte Straßenkatzen.


Im Haus lebende Katzen erreichen bei Pflege durch den Menschen in der Regel ein Alter von 15 bis 20 Jahren.


In freilaufenden Katzenpopulationen ohne menschliche Zuwendung und medizinische Betreuung liegt die Lebenserwartung einer Katze daher lediglich bei durchshcnittlich 3 Jahren. Ihr kurzes Leben ist von Krankheiten und Entbehrungen gezeichnet. 



Männchen und Weibchen erreichen die Geschlechtsreife im Schnitt im fünften bis achten Lebensmonat. Eine junge Katze, gebärt meistens zwei bis drei Junge.


Bei späteren Geburten erhöht sich die Zahl auf fünf bis sieben Kätzchen. 


Unkastrierte Katzen können sich zwei- bis dreimal im Jahr fortpflanzen - bei bis zu sieben Jungen pro Wurf steigt ihre Zahl schnell sprunghaft an.


Die Folgen der unkontrollierten Vermehrung:


Verwilderte Hauskatzen sind nicht ausreichend an die klimatischen Bedingungen in Deutschland angepasst. Sie hungern, frieren, werden überfahren, leiden an Infektionen (z. B. Katzenseuche (FPV), Katzenaids (FIV), Katzenschnupfen, Leukose (FeLV), Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) und Parasiten. Der hohe Infektionsdruck gefährdet auch die gutversorgten Hauskatzen mit Freigang.


Die häufige Fortpflanzung innerhalb einer örtlichen Population führt zu Inzucht und damit zu körperlichen Behinderungen. 


Es kommt vermehrt zu Revierkämpfen, Kater markieren auf Grundstücke, Auseinandersetzungen um Nahrungsressourcen nehmen zu. 


Verwilderte Hauskatzen (Straßenkatzen) haben meistens ein schlimmes Schicksal hinter sich. Je länger sie auf sich selbst gestellt sind, desto misstrauischer werden sie. Viele meiden auf Grund schlechter Erfahrung den Menschen. Dadurch wird das Einfangen, die Versorgung und die Vermittlung erheblich erschwert.


Der vom Besitzer oftmals ungewollte Katzennachwuchs findet keine neuen Besitzer und wird einfach ausgesetzt und damit sich selbst überlassen.


Immer wieder finden Tierschutzvereine Katzenkinder, die kurz nach der Geburt auf grausame Weise getötet wurden. Auch bei erwachsenen Tieren kommt es immer wieder zu tierquälerischen Handlungen. 


Die Bemühungen der Tierschutzvereine:


Seit Jahrzehnten versuchen Tierschutzvereine in ganz Deutschland, das nahezu überall herrschende Katzenelend zu bekämpfen.


Auf Kosten der Vereine wurden seitdem hunderttausende herrenloser Katzen kastriert, medizinisch behandelt und versorgt. 


Aufklärungskampagnen und Kastrationsaktionen, bei denen die Vereine Katzenbesitzern mitunter sogar kostenfreie Kastrationen ihrer Tiere anboten, hatten keinen ausreichenden Erfolg. Die Zahl der Tiere stieg trotz des enormen ehrenamtlichen Einsatzes immer weiter an.


Die Tierschützer kommen dadurch immer wieder an ihre finanziellen und auch physischen und psychischen Grenzen. Nicht selten droht die Insolvenz von Vereinen. Fast jährlich kommt es zu Aufnahmestopps, da die Vereine nicht mehr in der Lage sind, weitere Fundkatzen aufzunehmen.


Seit langem ist den Tierschützern klar: So lange die Besitzer nicht verpflichtet werden, ihrer Verantwortung um das Wohlergehen ihrer Schützlinge nachzukommen, wird die Arbeit der Vereine immer nur ein trauriger Kampf um Einzelschicksale bleiben.


Dabei ist die Aufnahme und Versorgung von Fundtieren / sichergestellten Tieren eigentlich eine staatliche Aufgabe. Die Vereine leisten hier freiwillige Amtshilfe.


Den Vereinen fehlt es jedoch zunehmend an Nachwuchs. Ohne die ehrenamtlichen Helfer und Unterstüter droht den Gemeinden eine enorme finanzielle Belastung.